lentzmusik.de - Lentz' schwarze Liste ...

Die schwarze Liste der Unternehmen, die trotz hoher Gewinne Menschen entlassen, oder derjenigen Unternehmungen, deren Bosse sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen, indem sie hinterziehen ...

Schauen Sie bitte auch mal hier nach: "Managergehälter - fette Katzen"
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,305486,00.html; 28.07.2004

Und sehen Sie bitte auch hier, Aktivitäten, um an Ihr Geld zu kommen: "Werbung knackt 30 Milliarden-Grenze"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,417756,00.html; 23.05.2006

Und: Die Geschichte der blaublütigen Seligmacher der von und zu liechtensteins:
http://www.koni.onlinehome.de/ausfuehrliche-biographien/liechtenst-frames.htm

 

MÜLLERMILCH, Müller schafft ca. 17 Arbeitsplätze, 2005 - eine Posse:

Diese Aktion des Herrn Müller ist sebst an mir unbemerkt vorbei gegeangen. Auch wenn es im Jahre des Herren 2005 geschah, bleibt diese Posse hier in der Liste auf Platz eins:

"Leere Kassen also und damit kein Geld mehr für Bauern, die auf Bio umstellen wollen. Merkwürdig: Denn gleichzeitig spendet Sachsen Millionen aus dem Haushalt für den Ausbau einer Großmolkerei, die mit Bio nichts am Hut hat: Müllermilch in Leppersdorf bei Dresden. Der Konzern erhält 40 Millionen Euro Förderung vom Staat Sachsen. Geld vom Steuerzahler. 30 weitere Millionen aus EU-Mitteln kommen noch hinzu – auch Geld vom Steuerzahler - das macht 70 Millionen Euro für das größte Milchwerk Europas. Enorme Summen an völlig falscher Stelle – das sagt Reinhild Benning - Agrarexpertin vom Bund für Umwelt und Naturschutz. (...)

Doch in Sachsen winken Fördergelder. Theo Müller, der schlaue Chef des Müller-Konzerns, überlegt nicht lange und greift zu. Er verlagert die traditionsreiche Käserei vom Westen in den Osten. Das Werk im Harz macht dicht, 150 Menschen verlieren hier ihre Jobs. Das hat Gewerkschafter Manfred Tessmann bis heute nicht verdaut."
(http://www.rbb-online.de/kontraste/beitrag/2005/milchkrieg_in_sachsen.html) 2005-09-29

Übrigens: Herr Müller lebt mittlerweile in Österreich. Sie wissen schon, die Erbschaftssteuer. Subventionen dagegen nimmt man gerne mit. Bitte nix mehr von Herrn Müller kaufen!

 

HERTIE - ohne Worte ...

Quelle: "Tagesschau", DasErste, 21.07.2009

 

BASF - streicht nach Übernahme 3.700 Stellen
"Nach Ciba-Übernahme
BASF streicht 3700 Stellen
BASF will bei der Integration der Schweizer Spezialchemiefirma Ciba bis 2013 rund 3700 Arbeitsplätze streichen. Außerdem kommen 23 der 55 Ciba-Standorte auf den Prüfstand. Die Ludwigshafener hatten das Unternehmen im April für rund 3,8 Milliarden Euro übernommen." http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,634564,00.html

 

E.on - das E.on-Sparprogramms "Perform to Win" könnte 9000 Stellen kosten
16.06.2009

"Düsseldorf - Auf den ersten Blick sind die Stellenstreichungen nicht zu erkennen, doch Ver.di hat sich die Pläne genau angeschaut: Danach will sich der deutsche Energiekonzern E.on von bis zu 9000 Mitarbeitern trennen. Das berichtete die 'Welt' am Dienstag unter Berufung auf die Gewerkschaft Ver.di.()
Europaweit sollen bis zu 6000 Stellen gestrichen werden. Zudem sollen in allen Landesgesellschaften bis zu 3000 Stellen aus dem Konzern ausgelagert werden. Die Zahlen gehen dem Bericht zufolge aus einer Gewerkschafts-Auswertung des E.on-Sparprogramms 'Perform to Win'hervor, die der "Welt" vorliegt. E.on Chart zeigen beschäftigt in Europa insgesamt rund 90.000 Mitarbeiter.
Aus Protest gegen die Sparrunde ruft Ver.di für Donnerstag zu einer Demonstration vor der Konzernzentrale in Düsseldorf auf. Die Gewerkschaft rechnet mit über 4000 Teilnehmern aus sieben Ländern. Die Proteste seien vor allem deshalb notwendig geworden, weil sich der E.on-Vorstand von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern verabschiedet habe, sagte Sven Berglin, Mitglied im Ver.di-Bundesvorstand und im E.on-Aufsichtsrat, der "Welt". So schließe der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen nicht länger aus. "Dies ist angesichts weiterhin hoher Milliardengewinne nicht hinnehmbar."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630642,00.html

 

SCHAEFFLER streicht 8000 Jobs
Automobilzulieferer
07.05.2009, 19:37
(...)

"Die Schwierigkeiten des angeschlagenen Automobilzulieferers Schaeffler nehmen immer dramatischere Formen an. Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen sollen angesichts drastischer Einbrüche im Autogeschäft weltweit etwa 8000 Stellen gestrichen werden. 4000 Arbeitsplätze wurden seit September 2008 bereits abgebaut. Auch in Deutschland sollen viele hundert Jobs wegfallen. Die IG Metall kündigte massiven Widerstand gegen etwaige Kündigungen an.

Damit droht dem Schaeffler-Management ein schwerer Konflikt. Denn ausgerechnet die Gewerkschaft ist ihr mächtigster Verbündeter, wenn es um etwaige Staatshilfen für den durch die Übernahme der Continental AG hochverschuldeten Konzern geht. Als erste Voraussetzung für Staatshilfen gilt, dass Schaeffler ein Gesamtkonzept für die künftige Struktur von Schaeffler und Conti sowie für eine Entschuldung des Verbundes vorlegt. Dieses Konzept sei in den Grundzügen fertig, heißt es in Finanzkreisen. Allerdings stockt offenbar die Abstimmung des Plans mit den fünf Gläubigerbanken von Schaeffler und den 33 Kreditgebern Contis. Es heißt, einige Banken hätten kein Interesse, schon in den kommenden Monaten Fakten zu schaffen, die zu hohen Abschreibungen führen. Allein die Commerzbank hat Kredite von mehr als sechs Milliarden Euro an Schaeffler und Conti vergeben. Auch die Politik dürfte froh sein, nicht noch vor der Bundestagswahl über mögliche Staatshilfen für Schaeffler entscheiden zu müssen."
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/217/467788/text/

 

Hypo Real Estate, ebenfalls pünktlich zu Weihnachten liegen auch hier ca. 1000 abzubauende Stellen auf dem Gabentisch den die Gier bereitet hat, 2008 Dezember:

"Stellenkahlschlag bei Immobilienfinanzierer
Hypo Real Estate will 1000 Stellen streichen

Die schwer angeschlagene Hypo Real Estate sucht mit einer strategischen Neuausrichtung und einem drastischen Arbeitsplatzabbau einen Weg aus der Krise: Mehr als die Hälfte der 1800 Mitarbeiter soll in den kommenden Jahren gehen. Außerdem werden vier Top-Manager entlassen. (...)
Nach der Razzia der Staatsanwaltschaft München trennt sich die Bank außerdem von mehreren noch amtierenden beziehungsweise ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Betroffen seien Finanzvorstand Markus Fell und sein Vorstandskollege Frank Lamby, erklärte die HRE nach einem entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss. (...)
Die Staatsanwaltschaft München hatte vor einigen Tagen wegen des Verdachts auf Marktmanipulationen und falsche Darstellungen nach dem Aktiengesetz die Bank durchsuchen lassen. Betroffen waren Büros des Immobilienfinanzierers sowie Privaträume von Vorstandsmitgliedern, die im Zeitraum zwischen November 2007 und September 2008 im Amt waren, sowie des früheren Aufsichtsratschefs. Die Ermittler prüfen auch den Vorwurf der Untreue."
(http://www.sueddeutsche.de/finanzen/568/452275/text/)

 

BAYERN LB, pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit liegen ca. 5600 abzubauende Arbeitsplätze unterm Tannenbaum, 2008 Dezember:

"Folgen der Finanzkrise - Job-Kahlschlag bei BayernLB
Mit einem deutlichen Stellenabbau will die Bayerische Landesbank (BayernLB) einen Weg aus ihrer Krise finden. Von den weltweit rund 19.200 Stellen müssten 5600 gestrichen werden, hieß es Bankkreisen zufolge in einem am Montag vom Vorstand an die Mitarbeiter verschickten Schreiben.
In der Kernbank seien rund 1000 Arbeitsplätze betroffen. Der Stellenabbau, der sich über die kommenden fünf Jahre bis 2013 erstrecken werde, sei "unvermeidbar", hieß es. Er solle "fair und transparent" umgesetzt werden.
Am späten Vormittag wollen Bankvorstand und Verwaltungsrat öffentlich den Stellenabbau erläutern und das künftige Geschäftsmodell vorstellen.
Der Freistaat muss die BayernLB mit einem milliardenschweren Hilfspaket vor dem finanziellen Kollaps retten.
Das Institut benötigt insgesamt etwa 31 Milliarden Euro an Garantien und Kapital. Kern des Pakets ist eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro."
(http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/43/449768/text/)

 

INFINEON, bis zu 3000 Menschen sollen entlassen werden, 2008 Juli:

""Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen will Infineon auch Arbeitsplätze abbauen. Insgesamt sollen rund 3.000 der 30.000 Infineon-Stellen wegfallen. 'Die Risiken der aktuellen Marktbedingungen, die nachteilige Wechselkursentwicklung und die Anforderungen der Reorganisation an das Unternehmen machen einen Personalabbau unvermeidlich', so das Unternehmen. Infineon müsse ihre Größe den heutigen Marktbedingungen anpassen."
(http://www.anleger-nachrichten.de/archiv/81508-Infineon-will-Stellenabbau-im-Gesch%C3%A4ftsjahr
-2008-09-abschlie%C3%9Fen.html; 25.07.2008)

"In dem nun angekündigten Stellenabbau seien die rund 650 Stellen in Dresden enthalten, deren Streichung das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, sagte ein Infineon-Sprecher auf Nachfrage."
(http://www.boerse-express.com/pages/684684/newsflow ; 25.07.2008)

"Weltweit beschäftigt Infineon ohne die Speicherchip-Tochter Qimonda etwa 30 000 Mitarbeiter. An den deutschen Standorten sollen in München 650 von 4400 Stellen gestrichen werden, in Regensburg 600 von 2400 und in Dresden 650 von 2300. In Villach will Infineon die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 2400 auf 2000 reduzieren. Die IG Metall kritisierte den Abbau als „Kahlschlag auf Kosten der Beschäftigten“ und forderte den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen."
(http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/infineon-die-meisten-jobs-fallen-in-deutschland-weg_aid_320198.html;
25.07.2008)

Das Programm zum Stellenabbau bein Infineon nennt sich IFX 10+. Dahinter würde ich eher einen Staubsauger vermuten. Auf die Arbeitsplätze wirkt es ja denn auch ähnlich. In den Abendnachrichten der Öffentl.-rechtl. war zu hören, daß die Börse die Nachricht positiv aufnahm. Aha ...

 

ERGO, befürchtet wird der Abbau von 2500 Stellen, 2008 Juli:

"Hamburg/Köln -
Beim Versicherungskonzern Ergo, zu dem unter anderem das Hamburger Unternehmen Hamburg-Mannheimer gehört, droht nach Berechnungen der Gewerkschaft Ver.di der Abbau von bis zu 2500 Jobs. Das Unternehmen, das knapp 30 000 Festangestellte beschäftigt und dazu mehr als 20 000 selbstständige Außendienstmitarbeiter, will seine Kostenquote verbessern. (...) Bereits im Dezember hatte der neue Ergo-Chef Torsten Oletzky Einsparungen angekündigt. Bis 2012 solle das Ergebnis um 90 Prozent auf rund 900 Millionen Euro steigen."
(http://www.abendblatt.de/daten/2008/07/22/910092.html; 22.07.2008)

 

SIEMENS, konzernweit 17200 Menschen, in Deutschland allein 6400, 2008 Juni/Juli:

Wem es nicht auffällt, daß Millarden aus der eigenen Kasse verschinden, der hat offenbar Geld wie Heu. So geschehen bei Siemens, wo die Vorstände von Milliarden schweren offenbar schwarzen Kassen nichts wußten. Nun will Vorstandschef Löscher aber 17200 Stellen streichen. Warum muß ein Konzern Stellen streichen, wo das Fehlen von Milliarden von Euro nicht auffällt? Hm ...

Dazu muß man aber wissen:
"Am 28. Januar 2008, vier Tage nach der Hauptversammlung des Konzerns, kaufte Löscher über die Börse 50000 Aktien (Siemens-Papiere, Lentz) zum Stückpreis von gut 81 Euro. Dafür zahlte er über vier Millionen Euro. Es war nach Jahren das erste große Investment eins Vorstands in dieses Unternehmen.
Am 17. März erwarb Löscher nochmals 50000 Aktien. Geschickt nutzte der Siemens-Chef dabei einen Kurssturz aus, den das Unternehmen selbst mit verursacht hatte. Am Morgen hatte Siemens überraschend mitgeteilt, dass der Gewinn um bis zu 900 Millionen Euro geringer ausfallen werde als erwartet." (Die Zeit, Nr. 28, 3. Juli 2008, S. 22)

Ein Schelm, wer nun den geplanten Stellenabbau mit den Wertpapierkäufen Löschers und anderer Vorstände (vgl. o.g. Zeitartikel) in Zusammenhang bringt und böses, sprich Renditesteigerung auf Kosten von Arbeitsplatzabbau vermutet.

Löschers Lebensmotto scheint denn auch zu lauten: nicht Kleckern sondern Klotzen:
"Soeben übrigens soll er ein Haus in München gekauft haben, am Hochufer der Isar, die Immobilie wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt." (ebd., S. 28)

 

EADS bzw. Airbus, Sparpaket "Power 8", konzernweit 10.000 Stellen:

"Nach EADS-Chef Louis Gallois hat auch der Chef der Tochter Airbus, Thomas Enders, Kritik an Verzögerungen beim Arbeitsplatzabbau in Deutschland geäußert. 'Wir kommen hier zu langsam voran', sagte Enders. Der Grund sei die ausgeprägte Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Bis 2010 sollen ... konzernweit 10 000 Stellen abgebaut werden, davon 3450 in Deutschland." (Die Zeit, Nr. 23, 29. Mai 2008, S. 33; Hvh.i.O.)

... obwohl Airbus für den A380 Lieferschwierigkeiten hat?

 

BMW, Stellenabbau, insgesamt 8.100 Menschen, 2008 Feb. 27:

"BMW streicht Tausende Stellen
Der Autobauer BMW hat den Abbau von 8100 Stellen bestätigt. Von den Kürzungen sind im Inland 5000 Zeitarbeitskräfte und 2500 Mitarbeiter der Stammbelegschaft betroffen.

Zusätzlich werden 600 fest angestellte Beschäftigte im Ausland ihre Stelle verlieren. Das teilte BMW-Personalvorstand Ernst Baumann am Mittwoch in München mit. Die Kürzungspläne waren bereits vor Weihnachten bekannt geworden, BMW hatte bislang aber keine konkrete Zahl genannt. (...)
Die Kürzungen sind Teil eines milliardenschweren Sparprogramms, mit dem BMW seinen jahrelangen Renditeverfall stoppen will."
(http://www.zeit.de/online/2008/09/bmw-stellenabbau; Hvh.v. Lentz)

 

BMW kann aber auch anders:

"333 Millionen Dividende für die Quandts. Quandt-Erbin Susanne Klatten wird auch dieses Jahr wieder die höchste Dividende kassieren. Als BMW-Großaktionärin (12,5 Porzent) erhält sie nach der Hauptversammlung an diesem Donnerstag eine Ausschüttung von 80 Millionen Euro. Von der Chemiefirma Altana, die ihr zur Hälfte gehört, bekommt sie 35 Millionen Euro. Mit Einnahmen von insgesamt 115 Euro übertrifft sie ihren Bruder Stefan Quandt (111 Millionen Euro) und ihre Mutter Johanna Quandt (107 Millionen Euro). Die Familie profitiert davon, dass BMW einen höheren Anteil seines Gewinns an die Aktionäre ausschüttet als früher. (...) Gemessen am Rein gewinn von 3,1 Milliarden beträgt die Dividendenausschüttung bei BMW nur 20 Prozent. Auch wenn der Abstand geringer geworden ist, liegen die Quantds noch immer vor den Familien Porsche und Piëch. Die Großaktionäre der Porsche Automobil Holding SE, die mittlerweile auch bei VW das Sagen haben, kassierten im Januar rund 192 Millionen Euro auf ihre Stammaktien. Die Quandts kommen gemeinsam auf 333 Millionen Euro Dividende" (Die Zeit, Nr. 20, 08.Mai 2008, S. 35).

 

Henkel, Stellenabbau, rund 3.000 Menschen, 2008 Feb. 27:

"Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe der Konzern einen operativen Gewinn (Ebit) von 1,344 (Vorjahr: 1,298) Milliarden Euro verbucht. Dank der regen Nachfrage der Kunden nach Klebstoffen, Kosmetika und Waschmittel kletterte der Umsatz auf auf 13,074 (12,7) Milliarden Euro, wie Henkel weiter mitteilte." (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBUC72728120080227)

 

Siemens, Stellenabbau, rund 3.000 Menschen und mehr, 2008 Feb. 22:

"NETZWERKSPARTE SEN
Siemens will 3000 Arbeitsplätze abbauen

Seit fast zwei Jahren schon sucht Siemens vergeblich nach einem Käufer für seine veraltete Netzwerksparte SEN. Nun will der Konzern offenbar durch drastische Stellenstreichungen Kaufinteressenten locken. Rund die Hälfte der Arbeitsplätze bei SEN in Deutschland soll wegfallen. "
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,537265,00.html)

"Allein in Deutschland würden bis zu 2000 Stellen gestrichen, weltweit seien es 3800, teilte der Konzern in München mit.
Von weiteren 3000 Beschäftigten will sich Siemens durch Verkäufe und Partnerschaften trennen. In Deutschland sind davon 1200 Mitarbeiter betroffen. (...)
Von dem drastischen Stellenabbau ist vor allem die Zentrale in München mit derzeit rund 1700 Beschäftigten betroffen. Zudem wolle SEN künftig auf eine eigene Fertigung verzichten, teilte der Konzern mit. Daher solle das SEN-Werk in Leipzig mit derzeit rund 530 eigenen Mitarbeitern verkauft oder "in Lösungen mit Dritten eingebracht werden". Gleiches gelte für die Fertigungsstätten in Thessaloniki (Griechenland) und Curitiba (Brasilien). "Im Einzelfall kann eine Schließung nicht ausgeschlossen werden.""
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,537741,00.html; 26.02.2008)

 

WestLB, Stellenabbau, bis zu 1.500 Menschen, 2008 Feb. 08:

"Für viele Mitarbeiter ist die Zukunft bei der WestLB aber bald vorbei - denn im Zuge ihrer Sanierung will die Landesbank bis Ende 2010 rund bis zu 1500 ihrer knapp 6000 Arbeitsplätze abbauen. So steht es im Sanierungsplan, den die Anteilseigner jetzt nach einer nächtlichen Krisenrunde abgenickt haben."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,533978,00.html)

 

Nokia, Stellenabbau, rund 2.300 Menschen, 2008 Jan. 15:

"Der finnische Handykonzern Nokia schließt zur Jahresmitte seinen Standort in Bochum. Rund 2300 Nokia-Mitarbeiter seien davon betroffen, teilte der Konzern am Dienstag mit. "In Folge der geplanten Produktionsverlagerung an andere europäische Standorte wird Nokia auch Bereiche, die nicht zur Produktion gehören, in Bochum einstellen", hieß es. Die bisherige Fertigung soll nach Rumänien, Ungarn und Finnland verlagert werden.
(http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/884/152498/)

 

BMW, Stellenabbau, rund 8.000 Menschen, 2007 Dez. 21:

"BMW will im kommenden Jahr im Rahmen eines milliardenschweren Sparprogramms Tausende Stellen abbauen. Medienspekulationen über den Abbau von rund 8000 Arbeitsplätzen wollte ein Unternehmenssprecher aber nicht bestätigen."
(http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/wirtschaft/artikel/797/149439/)

 

Deutsche Post AG, Stellenverlagerung, 2006 Nov. 11:

"DEUTSCHE POST
Buchhaltung soll nach Osteuropa verlagert werden
Die Deutsche Post plant eine tief greifende Umstrukturierung: Die komplette Finanz- und Lohnbuchhaltung soll einem Zeitungsbericht zufolge in Billigländer wie Tschechien und Polen verlegt werden.

Hamburg - Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" ("Wams")dürften Briefträger und Paketzusteller ihre Lohnabrechnung bald aus Osteuropa bekommen. "Wir werden in den nächsten zwölf bis 18 Monaten Entscheidungen treffen, wo unsere Buchhaltung in Europa in Zukunft angesiedelt sein wird", wird Frank Appel, Post-Vorstand für Global Business Services, in dem Blatt zitiert.

Der Konzern will laut "WamS" von 2009 an jährlich 500 Millionen Euro einsparen. Die Veränderungen betreffen mit Ausnahme Deutschlands alle Länder Europas. Dort arbeiten rund 4500 Leute der Post-Tochter DHL in der Buchhaltung. Wie viele Stellen davon nach Osteuropa gehen, ist noch offen. Fest steht aber dem Bericht zufolge, dass die Arbeit an einem Standort konzentriert wird. Post-Mitarbeiter in Deutschland sollen gleichwohl ihre Stellen behalten. In der Buchhaltung arbeiten demnach vor allem Beamte."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,447910,00.html)

und: "Deutsche Post verbannt Dalai Lama von Briefen
Die von den Tibet-Aktivisten gewählten Motive liefen "den Geschäftsinteressen der Deutschen Post und der mit ihr verbundenen Unternehmen zuwider" und seien zudem "geeignet, den Betriebsfrieden der Deutschen Post AG und ihrer verbundenen Unternehmen zu stören", argumentierte sie in einem Schreiben. Unterschrift: "Ihr Team Plusbrief der Deutschen Post AG".
D
ie Postler fürchten offensichtlich um die guten Fernost-Geschäfte ihrer Tochter, dem Expressunternehmen DHL, das in China über 70.000 Kunden hat.
(http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,521020,00.html, 12.03.2007; Hvh.v. Lentz)

und: Deutsche Post AG, klaus zumwinkel:
"BÖRSENSPEKULATION
Allparteien-Ärger über Post-Chef Zumwinkel"
(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,521549,00.html; 05.12.2007)
s.a.: http://www.zeit.de/2007/51/01-Manager (13.12.2007)

sowie: Deutsche Post AG, klaus zumwinkel:
Zum Rücktritt zumwinkels erklärte Peer Steinbrück (Bundesfinanzminister): "(...) Zumwinkel habe 'den Tatbestand der Steuerhinterziehung zugegeben'" (Die Zeit, Nr. 9, 21.02.2008, S. 22)

und sehen Sie sich auch noch die Steigerungen der Post- und Bahn-Saläre an:
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,522766,00.html; 11.12.2007)

Anatomische Wunder: Der Hals geht eben doch immer noch ein Stück weiter auf.
zumwinkel wurde mit dem buchstäblichen goldenen Löffel im Maul geboren:
"Immer wieder bemühte Zumwinkel das Bild vom 'guten Kaufmann', erzählte, dass er seit dem Verkauf der väterlichen Handelskette 1971 finanziell unabhängig war" (Die Zeit, Nr. 9, 21.02.2008, S. 22).

 

Siemens - BenQ, Stellenabbau, mit 3.000 Menschen dabei, 2006 Sept. 28:

"München - Betroffen sind die Zentrale in München mit 1400 Beschäftigten sowie die Produktionsstandorte in Bocholt und Kamp-Lintfort mit insgesamt 1600 Mitarbeitern. Um ihre Arbeitsplätze zu erhalten, hatten die Mitarbeiter in den vergangenen Jahren mehrfach erhebliche Lohnzugeständnisse gemacht."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,439775,00.html) und:

""BENQ MOBILE
"Die Patente sind bereits in Taiwan (...) Die Sanierung des Unternehmens mit insgesamt rund 3000 Mitarbeitern in Kamp-Lintfort, Bocholt und der Münchner Zentrale würde durch die fehlenden Patente erheblich schwieriger, denn ein Investor lässt sich wohl nur finden, wenn in der Firma auch geistige Schutzrechte stecken, die sich Gewinn bringend verwerten ließen." (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,440850,00.html; 05.10.2006, Hvh.v. Lentz)

 

Ford, Stellenabbau, wahrscheinlich mehr als 30.000 Menschen, 2006 Sept. 09:

"7,5 Millionen Dollar zum Einstand
Der neue Chef des angeschlagenen US-Autoriesen Ford, Alan Mulally, wird inmitten harter Sparmaßnahmen ein Millionen- Einkommen beziehen. Neben einem Grundsalär von zwei Millionen Dollar gibt es 7,5 Millionen als Antrittsprämie. [...]

"Zusammen mit Aktienoptionen und Prämien könnte Mulally in diesem Jahr auf bis zu 34 Millionen Dollar und 2007 auf 16,5 Millionen Dollar kommen, rechnete das "Wall Street Journal" vor. Als Chef der Boeing-Passagierflugzeugsparte habe Mulally im vergangenen Jahr gut neun Millionen Dollar verdient, bei einem Grundgehalt von 825.000 Dollar.

Mulallys Vorgänger Bill Ford, ein Urenkel des Firmengründers Henry Ford, habe stets nur Aktien und Optionen bezogen, aber kein Bargeld-Gehalt, schrieb die Zeitung.

Ford fährt nach Milliarden-Verlusten einen harten Sparkurs in Nordamerika. Der im Januar vorgelegte Sanierungsplan sah zunächst die Streichung von 30 000 Stellen und die Schließung von 14 Fabriken bis 2012 vor. Wahrscheinlich wird es zu noch größeren Stellenstreichungen und mehr Fabrikschließungen kommen."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436164,00.html; Hvh.v. Lentz)

 

Daimer Benz (der wie man sich nach den schrempp-Abenteuern nun auch immer nennen mag), Stellenabbau, um die 14.000 Menschen, 2005 Dez. 17:

"dass bis 2008 mehrere tausend Stellen zusätzlich gestrichen werden sollen. Laut "Stuttgarter Zeitung" sieht die Planung vor, dass in der Mercedes Car Group, in der die Personenwagenmarken Mercedes-Benz, Smart und Maybach zusammengefasst sind, insgesamt 14.000 Stellen wegfallen sollen. Darin ist die bereits bekannte Streichung von 8500 Stellen enthalten."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390922,00.html)

 

Deutsche Telekom AG, Stellenabbau, bis zu 25.000, 2005 Dez. 12:

"Die Telekom verfügt derzeit noch über rund 170.000 Beschäftigte. In den vergangenen zehn Jahren sind bei dem ehemaligen Staatsunternehmen bereits rund 100.000 Stellen weggefallen. Am stärksten betroffen von der neuen Abbaurunde ist die Festnetzsparte T-Com. Dort sollen allein rund 20.000 Stellen wegfallen."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,389918,00.html)

 

Deutsche Bank, Stellenabbau, bis zu 6.400, 2005 Feb. 04 und Jobverlagerung:

"Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann hatte am Vortag angekündigt, dass trotz des besten Geschäftsergebnisses seit vier Jahren weitere 6400 Stellen abgebaut werden. Die Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel hatte daraufhin erklärt, angesichts von fünf Millionen Arbeitslosen sei es unmoralisch, mit Scheuklappen nur auf die Rendite zu schauen. Die Gewerkschaft Ver.di hatte gefordert, die Entscheidung rückgängig zu machen."
(http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,340092,00.html)

und: "Aggressiv wie nie zuvor verlagert die Deutsche Bank Arbeitsplätze nach Indien. In den Metropolen Bombay und Bangalore entstehen riesige Verwaltungszentren. Interne Unterlagen zeigen, dass allein in den drei Tochtergesellschaften DNETS, DBOI und GMC in Indien 2007 über 4000 Leute arbeiten sollen. Schon in diesem Jahr steigt die Zahl der Mitarbeiter bei den drei Firmen von 350 auf 2200 an."
(http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,446673,00.html, 06.11.2006)

 

Deutsche Bahn AG, Stellenabau, ca. 40.000 Menschen, 2003 Juni 13:

Bahnchef Hartmut Mehdorn plant offenbar einen weiteren massiven Stellenabbau. Die Beschäftigtenzahl von derzeit 210.000 Mitarbeitern könne um mehr als 40.000 Stellen reduziert werden, sagte {mehdorn, Lentz} ... In den vergangenen zehn Jahren hat die Bahn ihre Beschäftigtenzahl bereits von 380.000 um 44 Prozent reduziert, wie das Blatt weiter schreibt. "Aber wir sind nicht am Ende, und wir glauben, dass wir noch einmal 20 Prozent weniger Mitarbeiter haben können", sagte" mehdorn
(http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/:Deutsche-Bahn-Bahnchef-Mehdorn-Stellenabbau/509128.html)